| Chronik
Im
12. Jahrhundert 1109 Eberhard de Wuelache erscheint als Zeuge
nebst mehreren anderen aus der Gegend. 1150 Chuno de Puoloch nebst seinem Bruder
Luitpold zu Chiemsee genannt.
1160 ist
derselbe Chuno de Puoloch im Falkensteiner Kodex genannt.
1165 damals
scheinen sie noch nicht Auer, sondern Pullacher genannt worden zu sein.
Übrigens heißen sie auch später noch Pullacher.
Im 13. Jahrhundert
sind
keine Nachrichten überliefert.
Im 14. Jahrhundert
1312 werden die Brüder Konrad
und Ulrich Auer genannt.
1317 Erste eindeutige Benennung von Pullach
(Orte wurden früher
nur nach Häusern benannt).
Erste Personen Konrad Auer werden greifbar.
1317 Chounrad
der alte Auer, Dankwart der Auer,
Chounrad der Auer und Heinrich von Buchloch (M.B. II 105, 220, 224, 407)
1328 Konrad
Auer und Heinrich von Pulach erscheinen
als Zeugen.
1329 Chunrad,
Hans und Peter,
und
die Auer, Gebrüder
1333 Konrad,
Hans und Peter sind erneut urkundlich nachzuweisen
1343 Georg
von Pullach – Hansim 10. Turnier in Bamberg 1362
1347 vertauscht
Konrad der Pucher zu Rosenheim
seinen
Hof zu Kaps an das Kloster Beyharting gegen
einen Hof zu Pullach
1360 Konrad
Auer stirbt (Uxor Kath. Seiberstorferin).
Er liegt in Herren Chiemsee, wo sie 1333 ihr Seelgerath
und ewiges Licht gestiftet hatten. 1366 Georg Auer von und zu Pullach
1376 Hans
der Auer (Regestr. boiez VI 298. Hundt
Bayer. St. VII/37 VIII/359)
1391 Konrad
Auer wird als Pfleger zu Rosenheim beurkundet 1395
und Oberb. Archiv V/347
1399
1396 Georg
Auer der Jüngere am Turnier zu Regensburg
Im 15. Jahrhundert
1402 Hans der Auer
1428 heisst
er Hans der Auer zu Winkell und Pullach (Oberb. Archiv
IV/126, VIII/59.) Hans Ambranger war
sein Schwager
1439 Hans
gestorben. Seine Frau ist Gabriel Niedlers
zu München Tochter. Beide sind bei Sankt Peter zu München begraben.
Anna Ambranger war die Gemahlin
des Franz Auer zu Winkell, also Bruder des Hans
1426 war dieser Richter zu Freising 1428 Erste
urkundliche Nennung von Hans der Auer zu Winkel und Pullach
1430 Erstnennung der Burg
1443 wird ein bei den Augustinern in München
gestifteter Jahrtag beurkundet.
Georg Auer war Schöffe der heimlichen Acht.
Stammbuch histor. Schriften 2. teil, 365. Torringers
Vehmegerichtsprozess.
1433 Am
20.8. ladet Georg Auer nebst noch drei
anderen Freien, ächten
Scheppfen im Auftrage des Heinrich von Vollbrach, Freigrafen zu Ludischeit
im Sunderlande den Herzog Heinrich von Bayern in seiner eigenen Stadt
Erding vor die heilige Vehme, übergibt
den von ihm gesiegelten
Brief und schneidet zu einem Wahrzeichen einen Spahn aus dem Tore. Wilhelm
der
Auer war Pfleger zu Tölz;
1422 starb
Wilhelm Auer und liegt in München bei
Unserer Lieben Frau begraben.
Zu Aibling im Chorfenster steht:
Wilhelm Auer zu Puelach,
Barbara Ebserin a.d. 1450 od. 55.
Vielleicht ein Sohn des Vorigen.
1439 war
ein Auer zu Bullach auf dem Turnier zu Regensburg. Wilhelm Auer ist
beurkundet.
1452 und 1481 zu Aibling und Willing.
Christoph Auer (nach Hundt) Bruder des Georg kaufte
die Veste und Hofmark Odelzhausen von Herzog
Albrecht Grafen zu Vollbrach.
1464 starb Christoph Auer und liegt in Indersdorf
1462 am 20. März kaufte Georg Auer von Pullach
von Herzog Johann und Sigmund für sich und als
Vormund seiner Brüder Albrecht, Christoph, Wolfgang
auf Widerruf um 800 Fl. die Eilnau
1483 starb Georg Auer und liegt in der Pfarrkirche
zu Aibling begraben. Seine Kinder waren:
1484 Christoph Auer von Pullach und Odelzhausen
(verheiratet mit Regina Auer) starb und wurde in Indersdorf begraben
Im 16. Jahrhundert
1598 am 5. Mai verkaufte Wolf Wilhelm von
Saibaltsdorf zu Schenkenau und Giebing an Wilhelm
Auer von Pullach auf Oedelzhausen, seinem lieben
Vetter die Hofmark Pang mit allen Zugehörungen
und 4000 Fl behielt sich aber auf 7 Jahre den
Wiederkauf vor, welchen
Wilhelm am 8. Jänner 1599
mit weiteren 800 Fl. verhinderte. So kam Pang zu
Pullach. (Oberb. Archiv V/356 Dachauer XIV/166)
1598 Christoph Auer von Pullach zu Oedelzhausen.
Am 24. Oktober verleiht ihm Herzog Max anstelle
seines Vaters Wilhelm Lehen auf das Hofmarksgericht Pang.
Christoph war 1583 Pfleger in Schwangenau;
seine Gemahlin eine geb. Leonrodt.
Georg
Auer war am Eichstattischen Hof. Seine erste Gemahlin war
Anna Katharina von Hornstein. Eine
Tochter
derselben, Christina Maria war die zweite Gemahlin von Wolf Ferdinand
Hundt zu Falkenstein,
welcher 1635 starb.
Er hatte von ihr einen Sohn Ferdinand,
welcher sich mit der Tochter des Pflegers
Heinrich Schrenkh von Aibling vermählte.
Puelach, dem Sitz Georg Auers zugehörig,
liegt unwidersprochen im Landgericht
Aibling; „anbei etliche zugehörige Pau-
und Wiesgründe; was sich darauf begibt
und zuträgt gebraucht sich Auerin
der Edelmannsfreiheit, aber
ausser des Oesters und Umbfang wurdet ihr nichts zugestanden. 1596-1644.
Wolf Auer, war Domherr zu Freising
Hans, von ihm sagt ein Zusatz von Hundts Stammbuch III:
„Monachus Campidonensis, hat dernach die Kutten
wieder abgelegt, ein ungerathener Mensch, hat
seinen Vater geschlagen, daher
ihn der Vater enterbt,
hat hernach eine Schweithartin von Högling genommen,
sich nach Aibling in Markt gesetzt, von dannen aus seinem Bruder Georg viel
Ungemach erwiesen, weiss
nit, lebt er noch.“ 1637 nannte sich Hans „Auer auf Pullach von Odelzhausen“.
Benigna Auer, Gemahlin des
Hans Georg Kitscher von Oelkofen,
dessen Vater 1556 Pfleger zu Rosenheim
war. Kitscher war in Aibling ansässig, hielt sich aber mitunter längere
Zeit in Pullach auf, so 1621.
1599 kommt er schon zu Aibling vor.
1599 Am 12. August 1599 - Hg. Maximilian I. verlieh Christoph Auer das Hofmarksgericht
Pang:
„Von Gottes genaden, wir Maximilian, Pfalzgrave bey Rhein, herzog in Obern-
und Niedernbayern etc., bekhennen als ainiger regierunder fürst mit dem
offenen brief, das wir unserm lieben getruren Christoph Awer von Puelach zue
Odltzhausen anstat als gewalthaber seines vatern, unsers auch lieben getreuen
Wilhelmen Awers von Puelach zu
Odltzhausen, vermög seines uns derowegen furgebrachten schrüfftlichen
und besigelten Gewalts[brief], des hoffmarchsgericht
zu
Päng, mit seinem zirckel,
nemblich Pfäffingen (Gde.
Umratshausen,
Lkr.
Rosenheim), pfarrhof und widem,
die zwo mülln, Ober- und Nidernplaicken,
die Schwaigen am Grabweg ligendt unnd die drey aichhöltzer zu Päng
gehörig,
mit
sambt dem einsatz des Widems unnd der pfarr daselbst, deren er von
weltlicher obrigkheit wegen, so offt es zu fallen khombt, geben möge,
doch unns an unserer, auch unser lieben frawen stüfft in München,
Probst, Dechant- unnd Capitalgerechtigkheit und praesentation, so sie uf denselben
pfarr
haben, ohne nachtheil.“ (BayHStA GU Aibling 637)
Im 17. Jahrhundert
1601 hatten die Auer Schloss Pullach, einen Hof in Westerheim, 2 Güter
in Oberstaudhausen, ein Gut,
genannt in der Schwaige, ein Gut zu Grundt; mehr
haben sie die Hofmark
Pang samt deren Zubehör.
1602 kaufte
Christoph Auer von Pullach zu
Oedelzhausen (1.) in der Pfarrkirche Aibling 3 Kirchenstühle von
den Pienzenauerischen.
1602 starb Christoph Auer (1.). Die Witwe gab Pullach
und Pang
dem Georg Auer (2.), dem Hieronymus
(4.) aber die Hofmark Odelzhausen.
1606 war Georg (2.) Pfleiderer zu Hohenschwangau.
Am 27. Nov. kaufte Hans eine Wiesmad zu Aibling.
Als in Aibling ansässig zahlte er 1621 2 Fl. 52 Kr. Steuer.
1618 am 30. Juli gibt Papst Paul V.
dem Georg Auer
zu Pullach (2.) Erlaubnis,
in seiner Hauskapelle (zu St. Georg) zu Pullach
außer Weihnachten und einigen
der höheren Festtage täglich Messe lesen
lassen zu dürfen. Oberb. Archiv V/358).
In diesem Jahr war Georg noch
Pfleger zu Schwangau.
1619 war Georg Auer zu Pullach (2.) Besitzer der vorher
dem Abraham Andrelang gehörig gewesenen
Braustätte in Aibling (zum Grafenbräu)
1622 war
Georg Auer zu Pullach (2.)
Pfleger zu Auerberg.
1625 Mit Georg endet das Geschlecht der Auer
nach über 300 Jahren.
1625 Nach dem Tod Georg Auers im Jahr 1625
erhält der Mann seiner Tochter,
Wolf Ferdinand von
Hundt zu Falkenstein, die herzoglichen Lehen des Schlosses Pullach.
1642 zahlt bereits Georgs Witwe von der
Bräustätte zur Marktskammer 4 Fl. 30 Kr. Steuer.
Mit Georg hörte die Auerische Linie zu Pullach auf.
1642 nach seinem Ableben waren wegen
Kriegseinquartierungen und Unfällen viele Schulden
da. Die Witwe Anna
von Hornstein verlangte darum
bonis credieren zu dürfen. (Oberb. Archiv
V/359).
1642 am 5. Juli erfolgte diese. Hans Jakob Koller
von Poching machte zwar im Namen seiner Gemahlin
Maria Christine, geb.
Auer, Gegenvorstellungen, aber umsonst.
1642 Versteigerung – Ersteigert
durch Johann Wilhelm, Graf von Lamberg.
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1646 Der
Ganttag wurde am 12. Jänner und 26. April 1649 wiederholt
ausgeschrieben. Pullach, Pang und die Bräustätte zu
Aibling kaufte Graf Johann Wilhelm von Lamberg zu Amerang, Freiherr
zu Ortenegg und Ottenstein, Herr auf Stockheim, Pullach und München,
auch Mitinhaber der Pfandherrschaft zu Kitzbühel.
1645 wird übrigens schon Graf Wilhelm von Lamberg Herr auf Stockhorn,
Amerang, München und Puelach genannt
und kauft 23. November von Anna Maria geb. Auerin von Pullach und ihrem
Eheherrn Jakob Friedrich Scheichenstuhl von und zu Rhain den Schwaighartischen
Edelmannssitz und Edelhof zu Hegling um 1500 Fl. 1648 ist
die erlauchte und edle Frau Gräfin Justina von Lamberg und Sonnenfeld
Patin bei einem Kinde des Edlen von Haimhausen.
1650 Am 16. November 1650 verlieh Kurfürst Maximilian I.
das Hofmarksgericht Pang samt den drei Eichhölzern
an den Vormund der vier hinterlassenen Söhne des verstorbenen Johann Wilhelm
von Lamberg, Johann Friedrich Freiherr von Pienzenau.
1674 Georg Schuster war Hofmarksrichter zu Pang und Pullach.
1678 Die
Brüder Franz Anton, Johann Wilhelm Bonaventura und Johann Friedrich
teilten ihr Erbe.
Franz Anton erhielt dabei die Hofmarken Pang und Pullach zugesprochen, die
beiden anderen Brüder teilten sich Amerang, Winkl und den Pfandbesitz
in Kitzbühl.
Die Teilung bewirkte, daß Herzog Maximilian Philipp, der Vormund Kurfürst
Max Emanuels, am 15.11.1679
das Hofmarksgericht von Pang und Pullach an Franz
Anton Graf von Lamberg verlieh und damit die Teilung ihre landesherrliche
Anerkennung fand. Nach dem Tod Franz Antons von Lamberg (1706) verlieh Kaiser
Joseph von Österreich (Bayern war zu dieser Zeit österreichisch besetzt)
am 7. Oktober 1707 das Hofmarksgericht
in Pang an den Bruder des Verstorbenen,
Johann Friedrich, Graf von Lamberg.
Im
18. Jahrhundert
1714 Kaiser
Karl VI verlieh am 20. Dezember das Hofmarksgericht von Pang und Pullach
an Franz Kajetan und Johann Philipp,
Grafen von Lamberg, bzw. deren
Vormund Leonhard Simpert,
Graf von Törring. Aus dieser Zeit (22.8.1719)
stammt auch ein Inventar des Schlosses Pullach,
das zumindest ein grundrißartiges Bild entstehen läßt:
Demzufolge hatte Pullach neben dem Erdgeschoß
noch einen oberen Stock: es gab eine
obere runde vordere Stube, eine Nebenkammer,
ein Nebenstübl, ein Menscherkammer,
eine mittlere Wohnstube, eine Dienerkammer,
das Richterstübl, eine weitere Nebenkammer,
die hintere Stallstube, die Fürstenstube,
die Kammer zur Kapelle hin, die obere Küche,
das Kammerl in der Küche, die untere Küche,
das Brotgewölbe, das Fleischgewölbe,
einen Kuhstall mit 10 Melkkühen und
einen Roßstall mit 6 Zugrössern.
1725 am 1. Dezember erlangten die Grafen
Friedr. u. Jos. von Lamberg auf Pullach
vom Erzbischof von Freising
die Erlaubnis in ihrer Haus- und
Schlosskapelle zu Pullach
die hl. Messe feiern lassen zu dürfen.
Von dieser zeit erscheint hie und da
ein Schlosskaplan zu Pullach,
z.B. 1748-1752 Jos. Mosserer,
Provisor zu Aibling und dort gestorben.
1746 Am 21. Mai belehnte Kurfürst
Max III. Joseph nach dem eingetretenen Mannfall
(= Tod des Lehennehmers) Joseph Kajetan,
Graf von Lamberg, als Vormund der Kinder
des verstorbenen Johann Friedrich Kajetan,
mit Namen Johann Franz, Johann Philipp
und Josef mit dem Hofmarksgericht Pang und Pullach.
Im 19. Jahrhundert
1801 Max Graf von Lamberg, churf. Kämmerer
und Hofrat, dann Erbland Stallmeister
des Herzogthums Krain und der windischen
Lande, Erbe der Hofmarch Pang und Pullach
verkaufte Schloss Pullach und
die dazugehörige Ökonomie,
dann das Bürg. Bräuhaus zu Aibling,
so dermalen von Nik. Tol. Duschl
leibgedingsweise besessen wird
und ein kleines Tagwerkhäusel
mitten in den Wiesgründen (Rohrer)
an den Maltheser Kanzler von Schneid. Über die Jurisdiction auf dem
Edelsitze Pullach ergab sich eine
umfangreiche Korrespondenz zwischen Staat
und Graf 1804-1807, worin letzterer stets betont:
Pullach ist ein Edelsitze; darauf haftet
die Jurisdiktion die auf jedem Rittersitz haftet
und diese habe ich dem geheimen
Rat Schneid mitverkauft.
(Reichsarchivkunde Pullach Nr. 640 v. 20. Okt. 1647)
Von
diesem kam es auf Johann Christoph
Freiherr und Riedesel auf Eisenbach,
Lauterbach und Pullach, sr. kgl. M. wirklicher
Obriswachtmeister und freiresignierter
Hauptmilitär-Lazarett-Kommissionsvorstand,
derzeit Besitzer des Schlosses Bullach,
dessen Frau Kreszenz von Heiss,
kgl. Baukommissarstochter von München.
In Willing liegt ein Freifräulein von Riedesel begraben.
1804 Maximilian
Graf von Lamberg verkauft Schloß Pullach an den Kanzler des
Malteser Ordens, Georg Benedikt Desiderius
Sigmund Edler von Schneid.
1807 Christoph
Freiherr von Aretin wird Besitzer (Familie von Aretin
besitzt heute noch Schloß Vagen).
1808 Johann Friedrich Weiß,
Trigonometer beim Statistisch-topographischen
Bureau, übernimmt das Schloß.
1809 Friedrich Weiß beantragt
Konzession für eine Tabak Fabrik auf Schloß Pullach.
Der Antrag wird am 21.01.1810 genehmigt.
1810 Übernahme
von Schloß Pullach durch
Karl von Toaska Lasellamonte. 05.07.
1813 Als Besitzer wird Freiherr Johann Christoph
Anton von Riedesel (Freiherr) von Eisenbach
auf Lauterbach genannt.
1827 errichtete Alois Schörg von München
einen Holzschrauben, Drahtstiften,
Schindel und Eisenblechfabrik,
die sich aber nicht halten konnte
und bald wieder einging.
1831 Am
12. September verkauften die Erben des verstorbenen Anton von Riedesel
das Schloß mit allem Zubehör,
samt dem heurigen Ausbau
(hier kann eigentlich nur der Einbau
der Arkaden im Innenhof des Schlosses
gemeint sein) für 12.000 fl an
Dismas Vögler, Korporal im bayrischen
Linien Infanterie-Leibregiment.
1834 kam
Pullach auf die Gant. Der Gesamtbesitz samt Schloß undÖ konomiegebäuden und Schlosschenke,
42 Tgw. 32 Dez. ward auf 7060 Gulden 36 Kr.
gewertet. Max von Gassner,
Direktor des k. Appelgerichtshofes Freising
lebte 1788 bis 1845.
1835 Versteigerung für 5100 fl.– Ersteigert von Maximilian von 17.09. Gassner.
1838 am
7. Oktober benedizierte Pfarrer Kefer von Aibling (1811 bis 42)
die Schlosskapelle zu Pullach zum 2. Male,
nachdem sie einige Zeit hindurch
zu profanen Zwecken verwendet
und vom Gutsbesitzer Max Gassner
ihrer kirchlichen Bestimmung
zurückgegeben worden war.
Es wurde ein neues noch vorhandenes
marmornes Portatile beschafft
und die Kapelle nach dem Willen
und Taufnamen des Schlossbesitzers
zu Ehren des hl. Maximilian geweiht.
1858 Verkauf durch Ludwig von Gassner
an 17.08. Wolfgang Senger.
1859 Verkauf an Nikolaus und
Barbara Luitpolder aus Eulenau
für 27.000 fl. 22.07.
1863 Verkauf an Johann Lindner. 11.06.
1865 Verkauf
an Christian Reubel – Gutsbesitzer aus Kalchöd 26.05. aus
Kalchöd.
1867 Kauf
durch Mariette von Taufkirchen, Witwe des Privatiers Graf Max von 29.05.
Taufkirchen zusammen mit einem Grundbesitz
von 125,84 Tagwerken für 32.000 fl
1868 Versteigerung – Ersteigert von Wilhelm und
Friederike Weber für 16.000 fl.
1872 Seine Durchlaucht Franz Alexander
von Thurn und Taxis erwirbt das Schloß
für 30.000 fl.
1875 Franz Clement übernimmt das Anwesen
1877 Versteigerung – Ersteigert durch Friedrich Müller,
ehemaliger Posthalter in Schwabach.
1878 Kauf durch Johann Georg Schmaus für 45.000 Mark.
1878 wurde
es von der Familie von Poschinger erworben. Joh. Nep. Ritter von Poschinger,
Gutsbesitzer auf Schloss Pullach,
geb. 19. Dez. 1840 zu Frauenau,
gest. 28. Juni 1894 zu Pullach.
Dessen Ehegattin, Frau Amalie von Poschinger,
geb. Letzl zu Zwiesel 23. Nov. 1832,
gest. zu München 20. Jan. 1899,
begraben zu Willing.
1880 im östlichen
Flügel des Schlosses
erbaute die Familie von Poschinger
die neue Kapelle um
1887 Umbau des Schlosses zum heutigen Aussehen.
1887 im Basilikenstiel mit ausgemalter Apsis.
1894 Nach dem Tod des Johann Nepomuk Poschingers
am 28. Juni 1894 geht der Besitz
am 10. Oktober 1894 in die Hände des
noch minderjährigen Robert Poschinger,
unter ausdrücklichem Verzicht
seiner Schwester Paula über.
Im 20. Jahrhundert
1906 Karl
von Poschinger nahm auf Schloß Pullach seinen Wohnsitz
1908 erwarb Josef Florentin Tregler,
geb. 11.2.1858 zu Ferberg in Böhmen
das Schlossgut Pullach von Robert von Poschinger.
1926 am
3. August verstarb J.F. Tregler in Pullach und hinterliess den Besitz
seiner Ehefrau Emilie.
1927
/1928 wurde der Gutshof an Friedrich Zeller
verpachtet. Mehrere Gründe wurden
von der Familie Tregler verkauft.
1935 am 7. Dezember erwarb Friedrich Carl von Kramer
das Schloss Pullach nebst dem Gutsbetrieb
mit 424 Tgw. Gebäude und Gründe
waren sehr heruntergewirtschaftet.
1938 am
25. Mai heiratete Fr. C. von Kramer Adelheid Freiin von Buseck
1942 am
1. Mai verkaufte Fr. C. von Kramer das Schloss nebst dem das Schloss
umgebenden
17 Tgw. grossen Park an die
Lilienthalgesellschaft für Luftfahrtforschung e.V.
Den Gutsbetrieb mit 412 Tgw.
behielt v. Kramer in eigener Bewirtschaftung.1945
Nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges
wurde Schloss Pullach vom
Bayerischen Finanzministerium übernommen und fand als Flüchtlingsheim
Verwendung.
1949 Übergang
an das Land Bayern.
Belegung durch Kriegsflüchtlinge.
1964 erwarb der Fabrikant Max Böhler
aus Westheim bei Augsburg das Eigentum
an Schloss Pullach.
1976 Erwerb durch seine Königliche
Hoheit Hermann Prinz von Sachsen
1997 Versteigerung – Ersteigerung durch
Bernhard Schurzmann.
1997-1998 Renovierung des stark vernachlässigten
Schlosses. Einbau modernster Technik
1998 Im
Erdgeschoss und Ostflügel
betreibt Bernhard Schurzmann ein Ingenieurbüro für Automatisierungstechnik
die SAT GmbH.
Im 21. Jahrhundert
2001 Südwestlich vom Schloss am Rand des Parkes
wird ein neues Büro im Stil des Neunzehnten
Jahrhunderts von Bernhard Schurzmann errichtet.
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